Termindetails

IconAuf dem Mönchspfad - von Bennwil zum Kloster Schöntal

Auf einer Wanderung gehen die TeilnehmerInnen den Weg der Schöntaler Mönche bei ihrem Messdienst in Bennwil. Der Geograf Eneas Domeniconi und der Kulturhistoriker Remigius Suter erzählen unterwegs viel Wissenswertes zur Geschichte. Diese Route steht in keinem Wanderführer. Sie wurde auch nur über eine relativ kurze Zeit begangen, der Weg der Schöntaler Mönche nach Bennwil, damit in der dortigen Kirche die Messe gelesen werden konnte.

Am Ende des 12. Jahrhunderts gelangte das Kloster Schöntal in den Besitz der Rechte und Besitztümer der Kirche Bennwil. Damit verbunden war auch die seelsorgerische Betreuung der Bennwiler Bevölkerung. Zu Beginn gelangte ein Mönch über den Rehhag nach Bennwil, später erhielt ein Geistlicher ein kleines Haus samt Land im Dorf, wahrscheinlich am Ort des heutigen Pfarrhauses. Aus dem Kloster Schöntal gelangte die aus dem 15. Jahrhundert stammende Taufschale in die Kirche Bennwil, die schliesslich als Vorlage für das Gemeindewappen gedient hatte.

Nach dem Besuch der Martinskirche, deren älteste Teile aus karolingischer Zeit stammen, und dem Abstecher zum Denkmal für Carl Spitteler, dem Bennwiler Bürger, der 1919 den Literatur-Nobelpreis entgegennehmen durfte, nehmen wir den Weg von Bennwil ins Kloster Schöntal – und dann nach Langenbruck - unter die Füsse. Für die Mönche war der Weg beschwerlich, insbesondere bei schlechtem Wetter und im Winter, wo die Talstrassen genommen werden mussten.

Auf dem Wanderweg geht’s in Richtung Dielenberg zum Ausflugsort Fuchsfarm und danach zur Sennhöchi. Unterwegs werden der Geisshübel, das Hägenmoos, das Züsbächli und der Stierenbutsch durchwandert. Während die ersten drei Flurnamen einigermassen bekannt und deutbar sein dürften, ist bei letzterem ein Blick ins Flurnamenbuch notwendig, um dem Sinn des Namens auf die Spur zu kommen. Auch die noch auf Bennwiler Boden liegende Sandgrube kann interpretiert werden. Unten im Tal liegt der in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Hof Züs, der wegen seiner Lage am Bach als Gipsmühle und Säge diente. Von der Fuchsfarm schweift der Blick zum Oberdorfer Dielenberg, wo die Trauben des Dielenbergers Weissen und Roten wachsen.

Durch einen Hohlweg im Ried wird schliesslich der Aufstieg zur Sennhöchi und zum Rehhag unter die Füsse genommen und - auf Waldenburger Boden - der Hof Humbel erreicht. Der 300-jährige Hof war ursprünglich in Baslerischen Besitz und in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Familienstiftung, die das Gut verpachtet hat. Weiter geht die Wanderung auf dem 1936/37 neu angelegten Verbindungsweg zur Holznacht. Der bereits 1145 urkundlich erwähnte Hof gehörte im 17. Jahrhundert zwei Brüdern Burckhardt aus Basel, deren Grabstein bei der Aufhebung des Elisabethenfriedhofs hierher gelangte und an der Hauswand angebracht wurde. Entlang der Spittelweid, ein Hinweis zum Spittel an der Hauensteinstrasse, und der Wissweid gelangen wir schliesslich zum ehemaligen Kloster Schöntal, dessen Gründung vor 1146 erfolgt sein muss und eine Stiftung der Froburger Grafenfamilie war. Über die bewegte Geschichte des Klosters wird man bei dieser Wanderung ebenso viel erfahren wie schon unterwegs über mancherlei Pflanzen, die im Mittelalter beim Volk und im Kloster für die Küche gesammelt wurden. Auch mancherlei Heilpflanze brachte die Natur in unserem Baselbieter Jura hervor.

Wanderausrüstung und kleine Zwischenverpflegung empfohlen.

Unkostenbeitrag: CHF 20.00 (Kinder CHF 10.00)

Link

http://www.grk-bl.ch

Samstag, 21.09.2019
13.30 h - 18.00 h

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Veranstaltungsort

Bushaltestelle
Dorfstrasse
4431 Bennwil (Ba)

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Eingereicht von

guidle am Dienstag, 16.07.2019

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